Die Krankenversicherung ab 2009 und die Konsequenz
Wieder einmal steht in einigen Monaten eine große Reform im Gesundheitswesen an. In den Medien ist darüber – erschreckenderweise – noch gar nicht viel zu hören, aber sie kommt, der Gesundheitsfonds.
Dessen Einführung ist eigentlich beschlossen Sache. Konkret bedeutet das für die in einer Gesetzlichen Krankenkasse versicherten Arbeitnehmer etc., dass sie einen noch nicht bekannten Prozentsatz von ihrem Gehalt in einen gemeinsamen Topf einzahlen müssen. Steuermittel fließen ebenfalls in diesen gemeinsamen Topf. Die darin eingelagerten Gelder werden an die Krankenkassen verteilt, und zwar erhält eine Krankenkasse dabei pro Versicherten eine pauschale Zuweisung von Geldern aus dem Fonds. Die ausschlaggebenden Faktoren sind dabei Alter, Geschlecht und Krankheit der in der Krankenkasse versicherten Mitglieder. Chronische Erkrankungen, die kostenintensiv sind, werden dabei berücksichtigt. Krankenkassen, die dennoch mit diesem Budget nicht auskommen, dürfen von ihren Versicherten einen Zuschlag verlangen.
Wie hoch der einheitliche Prozentsatz sein wird, das wird zum 01. November 2008 erstmal durch den Gesetzgeber, bzw. das Bundesgesundheitsministerium, festgelegt werden, wobei es auch einen so genannten morbiditäts-orientierten Risikostrukturausgleich geben wird.
Der Gesundheitsfonds ist dabei ein Kompromiss. Und zwar wurde dieser durch den Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium der Finanzen (BMF) beschlossen. Die beiden Regierungsparteien SPD und Union konnten sich nicht einigen. Die SPD schlug eine Bürgerversicherung vor, die Union eine Gesundheitsprämie. Geplant ist dass der Beitragseinzug bis Ende 2010 in der bisherigen Form erhalten bleibt. Danach erhalten Arbeitgeber die Möglichkeit Beiträge, Beitragsnachweise und Meldungen an eine Weiterleitungsstelle zu entrichten.
Die Entwicklung in der Gesetzlichen Krankenversicherung zeigt, wie wichtig es ist in Zukunft eine Private Krankenversicherung zu haben, denn auch an den Leistungen der Gesetzlichen Krankenversicherung wird die neuerliche Reform, die 2009 den Deutschen bevorsteht, nicht spurlos vorbei gehen. Erst kürzlich wurde nämlich wieder darüber öffentlich diskutiert, in wie welche Leistungen der Gesetzlichen Krankenversicherung es künftig noch geben wird.
Darüber hinaus fordern die Ärzte auch wieder mehr Geld.
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